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Hyaluronsäure

Die druckübertragenden Flächen innerhalb eines menschlichen Gelenkes sind beidseitig mit einer Knorpelschicht überzogen. An seiner Oberfläche weist Knorpelsubstanz eine Glätte auf, die kein andereres Gewebe zeigt. Auf mikroskopischer Ebene besteht Knorpel aus einer Grundsubstanz (Matrix) mit darin gleichmäßig verteilt angeordneten Knorpelzellen.

 

Die Knorpelzellen synthetisieren Matrixsubstanz, welche unter anderem aus bogenförmig angeordneten Eiweiß- und Zuckerketten bestehen. Diese sind wiederum quer vernetzt mit Hyaluronsäure. Der hochspezifische Aufbau der Matrix bedingt somit eine optimale Druckübertragung vom Knorpel auf das Knochengewebe und sorgt außerdem für die hervorragenden Dämpfungseigenschaften von Gelenken.

 

Zur Behandlung arthrotisch veränderter Gelenke (Verschleißkrankheit) kann Hyaluronsäure als Tablette gegeben werden oder direkt in das betroffene Gelenk injiziert werden. Wie man aus Untersuchungen mit markierter Hyaluronsäure weiß, baut der Körper medikamentös verabreichte Hyaluronsäure in arthrotisch geschädigte Knorpelsubstanz ein.

 

Somit wird die mechanische Belastbarkeit verbessert und das Fortschreiten der Arthrose verlangsamt. Ein zweiter, wichtiger Wirkmechanismus ist, das die Gelenkschmierung durch Hyaluronsäure verbessert wird, so dass die bestehende Rauheit im Bereich der Knorpeloberfläche weniger schädigend wirken.